TVO

Zahl der Gegentore verringern

Handball Südbadenliga, Gruppe Süd: Der TV Oberkirch muss sich vor allem in der Defensive steigern, wenn vom Auswärtsspiel in Herbolzheim etwas Zählbares mitgebracht werden soll.

Oberkirch. Eine Woche nach dem schwer erkämpften 33:32-Heimsieg gegen den TuS Oberhausen möchte Handball- Südbadenligist TV Oberkirch am Samstagabend (20 Uhr) nachlegen – allerdings wartet mit dem Auswärtsspiel beim TV Herbolzheim eine hohe Hürde auf die Renchtäler. In der früh abgebrochenen Vorsaison bestritt der TVO sein einziges Spiel in der Breisgauhalle und unterlag mit 28:36. Auch in der laufenden Spielzeit liegen die Herbolzheimer gut im Rennen und belegen mit 7:3 Punkten den dritten Tabellenplatz – einen Rang vor dem TVO, der es bislang auf 6:4 Punkte bringt.

„Wir wissen genau, dass wir nur mit einer Top-Leistung in Herbolzheim bestehen können“, bestätigt Oberkirchs Trainer Daniel Kempf, der vor allem vor dem wurfgewaltigen Rückraum mit Marius Schmieder und Oliver Bühre großen Respekt hat. Beide brachten es zuletzt beim 36:30-Sieg in Ohlsbach auf insgesamt 21 Treffer. „Das sind zwei extrem starke Schützen“, weiß Kempf, der aber auch den Aurélien Willmann ausschalten will.

Dafür benötigen die Renchtäler vor allem eine stabile Defensivleistung, worauf der Coach zuletzt im Training auch den Fokus gerichtet hat. „Da müssen wir uns definitiv verbessern. Regelmäßig über 30 Gegentore sind einfach zu viel“, verdeutlicht Kempf und fordert von seinem Team vor allem „mehr Aggressivität.“

Personelle Alternativen

Vor allem gegenüber der deutlichen Auswärtsniederlage vor zwei Wochen in Altenheim muss sich der TVO deutlich steigern. „Wir wissen ganz genau woran wir arbeiten müssen und hoffen, dass wir bald die nötige Stabilität aufs
Feld bringen“, sagt Kempf, der mit seinem Team unbedingt den vierten Tabellenplatz verteidigen will, um in die Aufstiegsrunde einzuziehen. Bei einer Niederlage in Herbolzheim würde man aber schnell wieder den Atem
der Verfolger im Nacken spüren.

Die personelle Situation beim TV Oberkirch hat sich etwas entspannt. „Die angeschlagenen Spieler sind wieder näher dran. Dadurch haben wir mehr Alternativen, vor allem von der Bank“, freut sich der Trainer. Dennis Roll, der sich in den letzten beiden Partien trotz einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung durchkämpfte, soll diesmal eine Pause bekommen und sich in den zwei Wochen bis zur nächsten Partie gegen die SG Köndringen/ Teningen II vollständig regenerieren. „Die spielfreie Woche wollen wir nutzen, um die Akkus wieder voll aufzuladen“, kündigt Kempf an.
Ein Erfolgserlebnis in Herbolzheim würde dieses Vorhaben auch mental erleichtern.

Von Marcus Hug.

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