Handball-Verbandsliga: Am Samstag trifft der TV Oberkirch in der Oberdorfhalle auf den ASV Ottenhöfen. Die favorisierten Gastgeber sind gewarnt vor dem kampfstarken Aufsteiger.
Ein seltenes Derby steht am Samstagabend in der Handball Verbandsliga auf dem Spielplan, wenn der TV Oberkirch um 20 Uhr in der heimischen Oberdorfhalle den ASV Ottenhöfen empfängt. Mit dem Heimvorteil um Rücken gehen die Renchtäler als Favorit ins Spiel, allerdings hat der Aufsteiger bereits mehrfach seine Konkurrenzfähigkeit in der neuen Klasse unter Beweis gestellt und bei 7:7 Zählern sogar einen Punkt mehr gesammelt als der TVO (6:8).
Beide Mannschaften haben in der jüngsten Vergangenheit nur in der Saison 2023/24 die Klingen gekreuzt. Damals konnte Oberkirch sein Landesliga-Heimspiel gegen die Achertäler deutlich mit 37:29 gewinnen, ging im Rückspiel allerdings mit 29:31 als Verlierer aus der Halle.
Nach der knappen Niederlage in Altenheim, als man sich beim Oberliga-Aufsteiger fast über die komplette Spielzeit auf Augenhöhe präsentierte, möchte der TV Oberkirch das Heimspiel nutzen, um sein Punktekonto wieder auszugleichen. Leicht gemacht wird das den Gastgebern allerdings sicher nicht. „Ottenhöfen macht das gut, sie haben eine homogene, kampfstarke Mannschaft, die es jedem Gegner schwer machen kann“, weiß Trainer Daniel Kempf und fordert deshalb volle Konzentration von seiner Mannschaft. „Wir müssen das mit der gleichen Konzentration und dem gleichen Engagement angehen wie Spiele gegen Altenheim oder Zähringen. Wenn uns das nicht gelingt, werden wir gegen jeden Gegner in dieser Liga Probleme bekommen“, warnt der erfahrene Coach.
Wie immer richtet er dabei den Blick aufs eigene Team. „Es geht darum, unsere Vorstellung von Handball wieder auf den Platz zu bringen. Dann geht unsere Entwicklung weiter in die richtige Richtung und wir können viel lernen“, hat Kempf das große Ganze im Visier, unabhängig von einzelnen Ergebnissen.
Die Achertäler Handballer reisen mit Rückenwind ins Renchtal. Mit dem knappen 27:26-Heimsieg gegen die favorisierte SG Muggensturm/Kuppenheim hat die Mannschaft zuletzt eine starke Leistung gezeigt und wichtige Punkte gesammelt. Daran möchte das Team von Trainer Michael Wagner anknüpfen. „Dafür wird es erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung und die nötige Konzentration über die gesamte Spielzeit brauchen“, weiß auch Wagner, dass auch kurze Schwächephasen schnell bestraft werden können.
Gerade in einem Derby spielen aus Sicht der Ottenhöfener neben der sportlichen Qualität auch Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist eine besondere Rolle. Dies zählt zu den Stärken des ASV, der sich deshalb nicht chancenlos sieht.
Beim TV Oberkirch wird der verletzte Jan Ücker noch einige Wochen ausfallen. Keeper Kevin Distl war unter der Woche erkältet. Ob er zur Verfügung steht, entscheidet sich kurzfristig. Ansonsten kann Kempf voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. „Uns hat zuletzt in Altenheim ein bisschen die Cleverness gefehlt. Den einen oder anderen Ball haben wir zu leicht weggeworfen. Daran müssen wir arbeiten“, sieht Kempf einen wichtigen Ansatz, wie sein Team das Heimspiel am Samstag und die kommenden Wochen erfolgreich gestalten kann.
Quelle: Mittelbadische Presse, Autor: Marcus Hug
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