Handball-Verbandsliga: Der TuS Altenheim behält gegen den TVO die Nerven und belohnt sich mit einem 32:30-Sieg. Der Gäste-Coach war mit der Leistung trotz der Niederlage nicht unzufrieden.
Handball-Verbandsligist TV Oberkirch muss sich in einem umkämpften Ortenau-Derby gegen den TuS Altenheim mit 30:32 geschlagen geben. Es war kein glanzvoller Erfolg, sondern einer, den sich die Gastgeber mit viel Einsatz und Moral erarbeiten mussten. „Das Spiel war nervenzehrend“, sagte TuS-Trainer Robin Haller nach dem Schlusspfiff. Als Luis Waldmann nach 40 Minuten und Vincent Funk nur fünf Minuten später mit einer Platzwunde ausfielen, wurde die Personaldecke dünn. „Jeder hat sich danach eingebracht“, lobte der Coach aber den Einsatz seiner Mannschaft.
Doch vor allem vor der Pause ließen die Gastgeber mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt. „In der ersten Hälfte haben wir zu viel liegen gelassen. Ein Siebenmeter und drei Tempogegenstöße“, sagte Haller. Die Gäste präsentierten sich derweil über weite Strecken auf Augenhöhe und bestätigten ihre spielerische Qualität. „In der ersten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass wir gut im Spiel waren“, sagte Daniel Kempf, Trainer des TV Oberkirch. Die entscheidende Schwächephase kam für ihn im falschen Moment: „Dann haben wir freie von Außen verworfen, einen Siebenmeter vergeben und eine Zeitstrafe bekommen.“
Abgezocktheit fehlt
Den Ausschlag zugunsten Altenheims gab schließlich die Abwehr. „Die Defensive hat gezündet. Wir haben uns in der Abwehr aggressiv gesteigert. Es gab ein paar Situationen, die wir richtig gut gelöst haben“, erklärte Haller. Auch im Tor gelang den Gastgebern ein wichtiger Wechsel. „Nachdem es bei Lukas Schäfer diesmal nicht so gut lief, hat es Peer Henke wirklich okay gemacht“, lobte der TuS-Coach.
Kempf sah trotz der Niederlage viele positive Ansätze bei seiner Mannschaft. Allerdings ziehe sich ein Problem durch die gesamte Saison. „Wir haben eine gute Spielanlage, stellen auch eine gute Abwehr, aber am Ende fehlt uns ein bisschen die Abgezocktheit.“
In der engen Schlussphase hatte Altenheim schließlich die besseren Nerven. „Da haben wir einfache Fehler vermieden“, freute sich Haller. Entsprechend fiel sein Fazit aus: „Es war ein extremer Arbeitssieg, ein Sieg des Willens.“
Kempf dagegen trauerte einem möglichen Punktgewinn nach. „Vieles war sehr gut, manches nicht so. Deshalb verlieren wir am Ende. In meinen Augen war das ein bisschen unnötig“, sagte der TVO-Coach und ergänzte: „Ein Unentschieden wäre ganz okay gewesen.“
Für Altenheim geht es nun mit 10:4 Punkten am Samstag zu Tabellenführer SG Kappelwindeck/Steinbach. Oberkirch, das bei 6:8 Punkten steht, empfängt am Samstag Aufsteiger ASV Ottenhöfen.
Altenheim – Oberkirch 32:30 (14:14)
Altenheim: Henke, Schäfer; L. Waldmann 3/1, Wolpert 3, Pauli 3, Marzluf, Kircher 3/2, Gieringer 1, Biegert, Kugler 9/4, Funk 2, J. Waldmann 8.
Oberkirch: Distl, Marvin Roche; F. Birk, Brandstetter 4, Marcel Roche 3, Gross 9/5, Huschle, Matzinger 3, T. Birk, Barberic 4, Schmidt 3, Lauble 2, Kauffmann 2.
Quelle: Mittelbadische Presse, Autor: Redaktion
Link: https://bo.de/